{"herausgeber":"Gesetze einfach (gesetze-einfach.de)","lizenz_erklaerungen":"CC0 1.0 – bitte gesetze-einfach.de, das Datum und den Hinweis „KI-erstellt, nicht juristisch geprüft“ nennen","lizenz_original":"Amtliches Werk, gemeinfrei (§ 5 UrhG); nichtamtliche Lesefassung nach gesetze-im-internet.de","ki_hinweis":"Erklärungen KI-erstellt (Claude, Anthropic), durch zweiten KI-Durchgang gegen den Gesetzestext abgeglichen, keine menschliche oder juristische Prüfung. Keine Rechtsberatung.","schema":"https://gesetze-einfach.de/daten/","erstellt":"2026-10-07","gesetz":{"kuerzel":"BUrlG","name":"Bundesurlaubsgesetz","slug":"burlg","quelle":"https://www.gesetze-im-internet.de/burlg/","abgerufen":"2026-10-07","zuletzt_geaendert_durch_gesetz_vom":"2013-04-20"},"normen":[{"nr":"1","bezeichnung":"§ 1 BUrlG","titel_amtlich":"Urlaubsanspruch","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/1/","original":[{"nr":null,"text":"Jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub."}],"erklaerung":{"nr":"1","titel_einfach":"Dein Recht auf bezahlten Urlaub","kurz":"Nach § 1 BUrlG hat jeder Arbeitnehmer in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub – der Arbeitgeber zahlt während des Urlaubs also weiter.","relevanz":3,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":null,"einfach":"Als Arbeitnehmer hast du in jedem Kalenderjahr Anspruch auf Erholungsurlaub. Ein Kalenderjahr ist die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Der Urlaub ist bezahlt: Du bekommst in dieser Zeit weiter Geld von deinem Arbeitgeber. Das gilt für jeden Arbeitnehmer. Wer als Arbeitnehmer zählt, steht in § 2 BUrlG. Wie viele Urlaubstage dir mindestens zustehen, regelt § 3 BUrlG."}],"beispiel":{"titel":"Urlaub auch in Teilzeit","text":"Selin arbeitet 20 Stunden pro Woche in einer Bäckerei in Bremen. Ihr Chef meint, bezahlten Urlaub gebe es nur für Vollzeitkräfte. Nach § 1 BUrlG hat aber jeder Arbeitnehmer in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Selin ist Arbeitnehmerin. Sie hat deshalb auch Anspruch auf bezahlten Urlaub. Wie viele Tage es sind, regelt § 3 BUrlG."},"wichtig":["Der Urlaub ist bezahlt: Du bekommst während des Urlaubs weiter Geld von deinem Arbeitgeber.","Der Anspruch besteht in jedem Kalenderjahr, also jedes Jahr neu."],"begriffe":[{"wort":"Erholungsurlaub","erklaerung":"Freie Tage, die dir zustehen, damit du dich von der Arbeit erholen kannst."},{"wort":"Kalenderjahr","erklaerung":"Die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember."},{"wort":"Arbeitnehmer","erklaerung":"Wer als Arbeitnehmer im Sinne des Urlaubsgesetzes zählt, regelt § 2 BUrlG: zum Beispiel Arbeiter, Angestellte und Auszubildende."}],"fragen":[{"frage":"Habe ich in Teilzeit Anspruch auf Urlaub?","antwort":"Ja. Nach § 1 BUrlG hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub – die Norm unterscheidet nicht zwischen Vollzeit und Teilzeit. Wie viele Tage dir zustehen, regelt § 3 BUrlG."},{"frage":"Bekomme ich im Urlaub Gehalt?","antwort":"Ja. § 1 BUrlG gibt dir Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Wie hoch das Geld für den Urlaub ist, regelt § 11 BUrlG."},{"frage":"Habe ich jedes Jahr neu Anspruch auf Urlaub?","antwort":"Ja. Nach § 1 BUrlG besteht der Anspruch in jedem Kalenderjahr. Ob nicht genommener Urlaub ins nächste Jahr mitgenommen werden kann, regelt § 7 BUrlG."}],"verweise":[{"norm":"§ 2 BUrlG","warum":"Wer als Arbeitnehmer zählt"},{"norm":"§ 3 BUrlG","warum":"Wie viele Urlaubstage mindestens zustehen"},{"norm":"§ 7 BUrlG","warum":"Wann der Urlaub genommen werden muss und wann er übertragen wird"},{"norm":"§ 11 BUrlG","warum":"Wie das Geld für den Urlaub berechnet wird"}],"praxis":null,"leicht":"Sie arbeiten bei einer Firma.\nDann haben Sie ein Recht auf Urlaub.\nDas Recht haben Sie in jedem Jahr.\nIm Urlaub müssen Sie nicht arbeiten.\nSie können sich erholen.\nIhr Arbeit-Geber bezahlt Sie im Urlaub weiter.\nSie bekommen also auch im Urlaub Ihr Geld.\nDas gilt für alle Arbeit-Nehmer.\nDas gilt auch bei Teil-Zeit."},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"2","bezeichnung":"§ 2 BUrlG","titel_amtlich":"Geltungsbereich","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/2/","original":[{"nr":null,"text":"Arbeitnehmer im Sinne des Gesetzes sind Arbeiter und Angestellte sowie die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten. Als Arbeitnehmer gelten auch Personen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbständigkeit als arbeitnehmerähnliche Personen anzusehen sind; für den Bereich der Heimarbeit gilt § 12."}],"erklaerung":{"nr":"2","titel_einfach":"Für wen das Urlaubsgesetz gilt","kurz":"Nach § 2 BUrlG gilt das Urlaubsgesetz für Arbeiter, Angestellte und Auszubildende sowie für arbeitnehmerähnliche Personen, die wirtschaftlich unselbstständig sind.","relevanz":2,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":null,"einfach":"Das Bundesurlaubsgesetz gilt für Arbeitnehmer. Dazu zählen Arbeiter und Angestellte. Auch wer zur Berufsausbildung beschäftigt ist, zählt dazu, zum Beispiel Auszubildende. Außerdem gilt das Gesetz für arbeitnehmerähnliche Personen. Das sind Menschen, die keine Arbeitnehmer sind, aber wirtschaftlich unselbstständig. Sie werden für das Urlaubsgesetz wie Arbeitnehmer behandelt. Wann genau jemand wirtschaftlich unselbstständig ist, legt § 2 BUrlG nicht fest. Für Menschen in Heimarbeit gelten die Sonderregeln in § 12 BUrlG."}],"beispiel":{"titel":"Urlaub in der Ausbildung","text":"Mia macht eine Ausbildung zur Friseurin in Leipzig. Ihre Chefin sagt, Urlaub nach dem Gesetz gebe es erst nach der Gesellenprüfung. Nach § 2 BUrlG zählen aber auch die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten als Arbeitnehmer. Für Mia gilt also das Bundesurlaubsgesetz. Sie hat Anspruch auf bezahlten Urlaub nach § 1 BUrlG."},"wichtig":["Auch Auszubildende sind Arbeitnehmer im Sinne des Bundesurlaubsgesetzes.","Arbeitnehmerähnliche Personen gelten für das Urlaubsgesetz ebenfalls als Arbeitnehmer."],"begriffe":[{"wort":"arbeitnehmerähnliche Person","erklaerung":"Jemand, der kein Arbeitnehmer ist, aber wegen seiner wirtschaftlichen Unselbstständigkeit einem Arbeitnehmer ähnlich ist."},{"wort":"wirtschaftliche Unselbständigkeit","erklaerung":"Wirtschaftliche Abhängigkeit, zum Beispiel von einem Auftraggeber. Was genau darunter fällt, entscheiden im Streit die Gerichte."},{"wort":"Heimarbeit","erklaerung":"Arbeit, die jemand im Auftrag zu Hause oder in einer selbst gewählten Arbeitsstätte erledigt. Genaueres regelt das Heimarbeitsgesetz."}],"fragen":[{"frage":"Haben Auszubildende Anspruch auf Urlaub?","antwort":"Ja. Nach § 2 BUrlG zählen auch die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten als Arbeitnehmer, für sie gilt also das Bundesurlaubsgesetz. Für Jugendliche bleiben nach § 15 BUrlG zusätzlich die Urlaubsregeln des Jugendarbeitsschutzgesetzes bestehen."},{"frage":"Haben Freelancer Anspruch auf Urlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz?","antwort":"Nach § 2 BUrlG gelten auch arbeitnehmerähnliche Personen als Arbeitnehmer. Das sind Menschen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbstständigkeit Arbeitnehmern ähnlich sind. Wann ein Freelancer dazu zählt, sagt § 2 BUrlG nicht genau."}],"verweise":[{"norm":"§ 1 BUrlG","warum":"Anspruch auf bezahlten Urlaub"},{"norm":"§ 12 BUrlG","warum":"Sonderregeln für Urlaub in der Heimarbeit"},{"norm":"§ 15 BUrlG","warum":"Urlaubsregeln in anderen Gesetzen, etwa für Jugendliche, bleiben bestehen"}],"praxis":null,"leicht":"Dieses Gesetz regelt den Urlaub.\nEs gilt für Arbeit-Nehmer.\nArbeit-Nehmer sind Menschen mit einer Arbeits-Stelle.\nAuch Auszubildende sind Arbeit-Nehmer.\nAuszubildende lernen einen Beruf in einem Betrieb.\nManche Menschen haben keine Arbeits-Stelle.\nAber sie hängen beim Geld stark von einem Auftrag-Geber ab.\nAuch für diese Menschen gilt das Gesetz.\nFür Heim-Arbeit gibt es besondere Regeln.\nHeim-Arbeit heißt: Sie arbeiten zu Hause für einen Auftrag-Geber."},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"3","bezeichnung":"§ 3 BUrlG","titel_amtlich":"Dauer des Urlaubs","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/3/","original":[{"nr":"1","text":"Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage."},{"nr":"2","text":"Als Werktage gelten alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind."}],"erklaerung":{"nr":"3","titel_einfach":"Wie viel Urlaub dir mindestens zusteht","kurz":"Nach § 3 BUrlG haben Beschäftigte pro Jahr mindestens 24 Werktage Urlaub; Werktage sind alle Tage außer Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen, also auch Samstage.","relevanz":3,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":"1","einfach":"Du hast jedes Jahr Anspruch auf mindestens 24 Werktage Urlaub. Das ist das Minimum. Dein Arbeitsvertrag oder ein Tarifvertrag kann dir mehr Urlaub geben."},{"nr":"2","einfach":"Werktage sind alle Tage außer Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen. Auch der Samstag zählt also als Werktag. Das Gesetz rechnet mit einer Woche von 6 Werktagen."}],"beispiel":{"titel":"Urlaub bei einer 5-Tage-Woche","text":"Jonas arbeitet von Montag bis Freitag. Das Gesetz zählt aber 6 Werktage pro Woche, also auch den Samstag. 24 Werktage sind deshalb 4 Wochen Urlaub. Bei seinen 5 Arbeitstagen pro Woche sind das 20 Urlaubstage, die er nehmen kann."},"wichtig":["24 Werktage sind 4 volle Wochen Urlaub, weil das Gesetz 6 Werktage pro Woche rechnet."],"begriffe":[{"wort":"Werktag","erklaerung":"Jeder Tag, der kein Sonntag und kein gesetzlicher Feiertag ist – also Montag bis Samstag."}],"fragen":[{"frage":"Wie viele Urlaubstage habe ich bei einer 5-Tage-Woche mindestens?","antwort":"Das Gesetz nennt 24 Werktage bei 6 Werktagen pro Woche, also 4 Wochen. Bei einer 5-Tage-Woche sind das 20 Arbeitstage Urlaub."},{"frage":"Zählt der Samstag als Urlaubstag?","antwort":"Bei der gesetzlichen Rechnung ja: Nach § 3 Absatz 2 BUrlG ist der Samstag ein Werktag, deshalb entsprechen 24 Werktage 4 Wochen Urlaub. Arbeitest du nur Montag bis Freitag, sind diese 4 Wochen 20 Arbeitstage – dann zählen nur deine Arbeitstage als Urlaubstage, nicht zusätzlich der Samstag."}],"verweise":[{"norm":"§ 1 BUrlG","warum":"Der Urlaub ist bezahlt"},{"norm":"§ 4 BUrlG","warum":"Den vollen Urlaub gibt es erst nach 6 Monaten im Job"},{"norm":"§ 5 BUrlG","warum":"Teilurlaub, wenn du nicht das ganze Jahr arbeitest"},{"norm":"§ 7 BUrlG","warum":"Wann der Urlaub genommen werden muss und wann er verfällt"}],"praxis":null,"leicht":"Sie arbeiten bei einer Firma.\nDann bekommen Sie Urlaub.\nSie bekommen jedes Jahr mindestens 24 Werk-Tage Urlaub.\nWerk-Tage sind Montag bis Samstag.\nSonntage und Feier-Tage sind keine Werk-Tage.\n24 Werk-Tage sind 4 Wochen.\nSie arbeiten 5 Tage pro Woche?\nDann sind das 20 Urlaubs-Tage.\nVielleicht steht in Ihrem Arbeits-Vertrag mehr Urlaub.\nDann bekommen Sie mehr Urlaub.","zweitpruefung":{"status":"korrigiert","datum":"2026-10-07","hinweise":["Frage „Zählt der Samstag als Urlaubstag?“: „Für die Berechnung ja“ ließ den Schluss zu, bei einer 5-Tage-Woche werde für jede Urlaubswoche auch der freie Samstag vom Urlaub abgezogen. Klargestellt: 24 Werktage = 4 Wochen = 20 Arbeitstage; gezählt werden dann nur die Arbeitstage (wie im Beispiel).","Leichte Sprache: Wer 5 Tage arbeitet, hätte aus „mindestens 24 Werk-Tage“ 24 Arbeitstage Urlaub ableiten können – Umrechnung auf 20 Urlaubstage ergänzt.","Wortlaut (24 Werktage, Werktag = alle Tage außer Sonn- und Feiertagen) und Beispiel geprüft: korrekt."]}},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"4","bezeichnung":"§ 4 BUrlG","titel_amtlich":"Wartezeit","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/4/","original":[{"nr":null,"text":"Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben."}],"erklaerung":{"nr":"4","titel_einfach":"Ab wann du im neuen Job den vollen Urlaub hast","kurz":"Nach § 4 BUrlG erwerben Arbeitnehmer den vollen Urlaubsanspruch zum ersten Mal, wenn ihr Arbeitsverhältnis 6 Monate besteht – das ist die sogenannte Wartezeit.","relevanz":3,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":null,"einfach":"Den vollen Urlaubsanspruch bekommst du zum ersten Mal, wenn dein Arbeitsverhältnis 6 Monate besteht. Diese 6 Monate heißen Wartezeit. Es kommt darauf an, wie lange dein Arbeitsverhältnis besteht. Das Gesetz zählt also nicht deine tatsächlichen Arbeitstage. Die Wartezeit gilt nur am Anfang deines Arbeitsverhältnisses. In den Jahren danach musst du nicht erneut warten. Was dir vor dem Ende der Wartezeit zusteht, regelt § 5 BUrlG (Teilurlaub)."}],"beispiel":{"titel":"Neuer Job im März","text":"Tim beginnt am 1. März 2026 einen neuen Job. Nach § 4 BUrlG erwirbt er den vollen Urlaubsanspruch erst, wenn sein Arbeitsverhältnis 6 Monate besteht. Das ist Ende August 2026 der Fall. Ab dann steht ihm für 2026 der volle Jahresurlaub zu. Im Jahr 2027 muss Tim nicht noch einmal 6 Monate warten, denn die Wartezeit gilt nur zum ersten Mal."},"wichtig":["Die Wartezeit von 6 Monaten gilt nur zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses, nicht in jedem Jahr neu.","Vor dem Ende der Wartezeit kann dir Teilurlaub zustehen; das regelt § 5 BUrlG."],"begriffe":[{"wort":"Wartezeit","erklaerung":"Die ersten 6 Monate eines Arbeitsverhältnisses. Erst danach erwirbst du den vollen Urlaubsanspruch."},{"wort":"voller Urlaubsanspruch","erklaerung":"Der ganze Jahresurlaub, der dir zusteht – nach § 3 BUrlG mindestens 24 Werktage."},{"wort":"Arbeitsverhältnis","erklaerung":"Die rechtliche Beziehung zwischen dir und deinem Arbeitgeber, die durch den Arbeitsvertrag entsteht."}],"fragen":[{"frage":"Habe ich in der Probezeit Anspruch auf Urlaub?","antwort":"§ 4 BUrlG spricht nicht von Probezeit, sondern von 6 Monaten Bestehen des Arbeitsverhältnisses. Den vollen Urlaub erwirbst du erst danach. Vorher kann dir Teilurlaub nach § 5 BUrlG zustehen."},{"frage":"Muss ich jedes Jahr 6 Monate auf meinen Urlaub warten?","antwort":"Nein. Nach § 4 BUrlG erwirbst du den vollen Urlaub „erstmalig“ nach 6 Monaten. Die Wartezeit gilt also nur am Anfang deines Arbeitsverhältnisses."},{"frage":"Ab wann habe ich im neuen Job vollen Urlaubsanspruch?","antwort":"Nach § 4 BUrlG, sobald dein Arbeitsverhältnis 6 Monate besteht."}],"verweise":[{"norm":"§ 3 BUrlG","warum":"Wie viel Urlaub mindestens zusteht"},{"norm":"§ 5 BUrlG","warum":"Teilurlaub, wenn die Wartezeit nicht erfüllt ist"},{"norm":"§ 13 BUrlG","warum":"Tarifverträge können von der Wartezeit abweichen"}],"praxis":null,"leicht":"Sie haben eine neue Arbeits-Stelle.\nDann bekommen Sie den vollen Urlaub erst nach 6 Monaten.\nDiese Zeit heißt Warte-Zeit.\nDie Warte-Zeit gibt es nur am Anfang.\nIm nächsten Jahr warten Sie nicht noch einmal.\nVor dem Ende der Warte-Zeit gibt es vielleicht einen Teil vom Urlaub.\nDas steht in Paragraf 5.","zweitpruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07","hinweise":["Wartezeit 6 Monate Bestehen des Arbeitsverhältnisses, nur „erstmalig“, Verweis auf Teilurlaub (§ 5) und Beispiel (Beginn 1.3.2026 → voller Jahresurlaub ab Ende August, 2027 keine neue Wartezeit) geprüft. Keine Änderung."]}},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"5","bezeichnung":"§ 5 BUrlG","titel_amtlich":"Teilurlaub","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/5/","original":[{"nr":"1","text":"Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer\n\na) für Zeiten eines Kalenderjahrs, für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt;\nb) wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet;\nc) wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet."},{"nr":"2","text":"Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden."},{"nr":"3","text":"Hat der Arbeitnehmer im Falle des Absatzes 1 Buchstabe c bereits Urlaub über den ihm zustehenden Umfang hinaus erhalten, so kann das dafür gezahlte Urlaubsentgelt nicht zurückgefordert werden."}],"erklaerung":{"nr":"5","titel_einfach":"Teilurlaub: Urlaub, wenn du nicht das ganze Jahr da bist","kurz":"Nach § 5 BUrlG bekommen Arbeitnehmer in bestimmten Fällen nur Teilurlaub: ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat, den das Arbeitsverhältnis besteht.","relevanz":3,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":"1","einfach":"In 3 Fällen hast du Anspruch auf Teilurlaub. Das heißt: ein Zwölftel deines Jahresurlaubs für jeden vollen Monat, den dein Arbeitsverhältnis besteht. Die Fälle sind:\na) Du kannst die Wartezeit von 6 Monaten in einem Kalenderjahr nicht mehr erfüllen. Deshalb bekommst du für dieses Jahr keinen vollen Urlaub. Dann gilt der Teilurlaub für die Zeiten in diesem Jahr.\nb) Du scheidest aus dem Arbeitsverhältnis aus, bevor die Wartezeit erfüllt ist.\nc) Du scheidest nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres aus.\nDie Wartezeit regelt § 4 BUrlG."},{"nr":"2","einfach":"Beim Rechnen kommen oft Bruchteile von Urlaubstagen heraus. Ergibt ein Bruchteil mindestens einen halben Tag, wird er auf einen vollen Urlaubstag aufgerundet."},{"nr":"3","einfach":"Im Fall von Absatz 1 Buchstabe c kann es sein, dass du schon mehr Urlaub bekommen hast, als dir zusteht. Dann darf dein Arbeitgeber das Urlaubsentgelt dafür nicht zurückfordern. Urlaubsentgelt ist das Geld, das du für die Urlaubszeit bekommst."}],"beispiel":{"titel":"Jobstart im September","text":"Aylin beginnt am 1. September 2026 einen neuen Job. Laut Vertrag hat sie 20 Urlaubstage im Jahr. Die Wartezeit von 6 Monaten kann sie 2026 nicht mehr erfüllen. Nach § 5 Absatz 1 Buchstabe a BUrlG bekommt sie für 2026 ein Zwölftel des Jahresurlaubs pro vollem Monat. September bis Dezember sind 4 volle Monate: 20 × 4/12 = 6,67 Tage. Weil der Bruchteil mehr als einen halben Tag ergibt, wird nach Absatz 2 auf 7 Urlaubstage aufgerundet."},"wichtig":["Teilurlaub gibt es nur für volle Monate, in denen dein Arbeitsverhältnis besteht.","Ergibt die Rechnung einen Bruchteil von mindestens einem halben Urlaubstag, wird auf einen ganzen Tag aufgerundet.","Scheidest du nach der Wartezeit in der ersten Jahreshälfte aus und hast schon mehr Urlaub bekommen, darf dein Arbeitgeber das Urlaubsentgelt dafür nicht zurückfordern."],"begriffe":[{"wort":"Teilurlaub","erklaerung":"Ein Teil des Jahresurlaubs: ein Zwölftel für jeden vollen Monat, den das Arbeitsverhältnis besteht."},{"wort":"Wartezeit","erklaerung":"Die ersten 6 Monate eines Arbeitsverhältnisses. Erst danach entsteht der volle Urlaubsanspruch (§ 4 BUrlG)."},{"wort":"ausscheiden","erklaerung":"Das Arbeitsverhältnis endet, zum Beispiel durch eine Kündigung."},{"wort":"Urlaubsentgelt","erklaerung":"Das Geld, das du während des Urlaubs weiter bekommst. Wie es berechnet wird, regelt § 11 BUrlG."}],"fragen":[{"frage":"Wie viel Urlaub habe ich, wenn ich mitten im Jahr anfange?","antwort":"Kannst du die Wartezeit von 6 Monaten im ersten Jahr nicht mehr erfüllen, etwa weil du im September anfängst, bekommst du für dieses Jahr ein Zwölftel des Jahresurlaubs pro vollem Monat (§ 5 Absatz 1 Buchstabe a BUrlG). Erfüllst du die Wartezeit noch im selben Jahr, erwirbst du nach § 4 BUrlG den vollen Urlaub."},{"frage":"Wie viel Urlaub steht mir zu, wenn ich im ersten Halbjahr kündige?","antwort":"Scheidest du nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres aus, bekommst du ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat, den dein Arbeitsverhältnis in diesem Jahr besteht (§ 5 Absatz 1 Buchstabe c BUrlG)."},{"frage":"Muss ich zu viel genommenen Urlaub zurückzahlen, wenn ich kündige?","antwort":"Im Fall von § 5 Absatz 1 Buchstabe c BUrlG – Ausscheiden nach der Wartezeit in der ersten Jahreshälfte – nein: Dein Arbeitgeber kann das Urlaubsentgelt nicht zurückfordern (Absatz 3). Andere Fälle regelt § 5 BUrlG dazu nicht."}],"verweise":[{"norm":"§ 3 BUrlG","warum":"Wie viel Urlaub mindestens zusteht"},{"norm":"§ 4 BUrlG","warum":"Die Wartezeit von 6 Monaten"},{"norm":"§ 6 BUrlG","warum":"Kein doppelter Urlaub beim Jobwechsel im selben Jahr"},{"norm":"§ 7 Abs. 3 BUrlG","warum":"Teilurlaub nach Buchstabe a kann auf Verlangen ins nächste Jahr übertragen werden"},{"norm":"§ 11 BUrlG","warum":"Wie das Urlaubsentgelt berechnet wird"}],"praxis":null,"leicht":"Den vollen Urlaub gibt es erst nach 6 Monaten bei der Firma.\nManchmal bekommen Sie nur einen Teil vom Urlaub.\nDas heißt Teil-Urlaub.\nFür jeden vollen Monat bekommen Sie ein Zwölftel vom Jahres-Urlaub.\nEin Zwölftel ist ein Teil von 12 gleichen Teilen.\nDas gilt zum Beispiel bei einem Start im Herbst.\nEs gilt auch bei einem Ende der Arbeit vor den 6 Monaten.\nEs gilt auch bei einem Ende in der ersten Hälfte vom Jahr.\nManchmal kommt bei der Rechnung kein ganzer Tag heraus.\nAb einem halben Tag gibt es einen ganzen Tag.","zweitpruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07","hinweise":["Drei Fälle (a–c) des Teilurlaubs, ein Zwölftel je vollem Monat, Aufrundung ab halbem Tag, kein Rückforderungsrecht im Fall c geprüft; Beispiel (Start 1.9.2026, 20 × 4/12 = 6,67 → 7 Tage) korrekt. Keine Änderung."]}},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"6","bezeichnung":"§ 6 BUrlG","titel_amtlich":"Ausschluß von Doppelansprüchen","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/6/","original":[{"nr":"1","text":"Der Anspruch auf Urlaub besteht nicht, soweit dem Arbeitnehmer für das laufende Kalenderjahr bereits von einem früheren Arbeitgeber Urlaub gewährt worden ist."},{"nr":"2","text":"Der Arbeitgeber ist verpflichtet, bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses dem Arbeitnehmer eine Bescheinigung über den im laufenden Kalenderjahr gewährten oder abgegoltenen Urlaub auszuhändigen."}],"erklaerung":{"nr":"6","titel_einfach":"Kein doppelter Urlaub beim Jobwechsel","kurz":"Nach § 6 BUrlG zählt Urlaub, den ein früherer Arbeitgeber im selben Kalenderjahr schon gewährt hat, beim neuen Arbeitgeber mit; beim Ende des Jobs gibt es eine Urlaubsbescheinigung.","relevanz":3,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":"1","einfach":"Wechselst du im Laufe eines Jahres den Job, bekommst du den Urlaub nicht doppelt. Hat dir ein früherer Arbeitgeber für das laufende Kalenderjahr schon Urlaub gewährt, zählt dieser Urlaub mit. Soweit du ihn schon bekommen hast, hast du beim neuen Arbeitgeber keinen Anspruch darauf."},{"nr":"2","einfach":"Endet dein Arbeitsverhältnis, muss dein Arbeitgeber dir eine Bescheinigung aushändigen. Darin steht, wie viel Urlaub er dir im laufenden Kalenderjahr gewährt hat. Darin steht auch, wie viel Urlaub er dir in Geld ausgezahlt hat. Das nennt das Gesetz „abgegolten“."}],"beispiel":{"titel":"Jobwechsel im Sommer","text":"Ole arbeitet bis Ende Juli 2026 in einer Spedition in Hamburg. Dort hat er im Frühjahr schon 24 Werktage Urlaub genommen – den gesetzlichen Mindesturlaub für das ganze Jahr (§ 3 BUrlG). Zum Abschied muss ihm sein Arbeitgeber eine Bescheinigung über diesen Urlaub aushändigen (§ 6 Absatz 2 BUrlG). Ab August arbeitet Ole in einem Lager. Nach § 6 Absatz 1 BUrlG hat er dort für 2026 keinen Anspruch mehr auf den gesetzlichen Mindesturlaub, weil sein früherer Arbeitgeber ihm diesen Urlaub schon gewährt hat."},"wichtig":["Urlaub, den dir ein früherer Arbeitgeber im selben Kalenderjahr schon gewährt hat, zählt beim neuen Arbeitgeber mit.","Wenn dein Arbeitsverhältnis endet, muss dein Arbeitgeber dir eine Bescheinigung über den Urlaub im laufenden Jahr aushändigen."],"begriffe":[{"wort":"gewährt","erklaerung":"Der Arbeitgeber hat dir den Urlaub gegeben – du hattest also frei."},{"wort":"abgegolten","erklaerung":"Urlaub, den du nicht genommen hast und der dir stattdessen in Geld ausgezahlt wurde, etwa am Ende des Arbeitsverhältnisses (§ 7 Absatz 4 BUrlG)."},{"wort":"laufendes Kalenderjahr","erklaerung":"Das aktuelle Jahr, vom 1. Januar bis zum 31. Dezember."}],"fragen":[{"frage":"Bekomme ich beim Jobwechsel im selben Jahr doppelt Urlaub?","antwort":"Nein. Nach § 6 Absatz 1 BUrlG hast du beim neuen Arbeitgeber keinen Anspruch, soweit dir ein früherer Arbeitgeber für dasselbe Kalenderjahr schon Urlaub gewährt hat."},{"frage":"Muss mein Arbeitgeber mir eine Urlaubsbescheinigung geben?","antwort":"Ja. Wenn dein Arbeitsverhältnis endet, muss er dir nach § 6 Absatz 2 BUrlG eine Bescheinigung aushändigen. Darin steht der Urlaub, den er dir im laufenden Jahr gewährt oder in Geld abgegolten hat."}],"verweise":[{"norm":"§ 5 BUrlG","warum":"Teilurlaub, wenn du nicht das ganze Jahr beim selben Arbeitgeber bist"},{"norm":"§ 7 Abs. 4 BUrlG","warum":"Auszahlung von Urlaub, wenn das Arbeitsverhältnis endet"}],"praxis":null,"leicht":"Sie wechseln im Jahr die Arbeits-Stelle.\nDann bekommen Sie den Urlaub nicht doppelt.\nVielleicht hatten Sie beim alten Arbeit-Geber schon Urlaub.\nDieser Urlaub zählt beim neuen Arbeit-Geber mit.\nIhre Arbeit beim alten Arbeit-Geber endet.\nDann bekommen Sie von ihm ein Papier.\nDas Papier heißt Bescheinigung.\nAuf dem Papier steht: So viel Urlaub hatten Sie in diesem Jahr.\nDort steht auch: So viel Urlaub hat der Arbeit-Geber Ihnen in Geld bezahlt."},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"7","bezeichnung":"§ 7 BUrlG","titel_amtlich":"Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/7/","original":[{"nr":"1","text":"Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen. Der Urlaub ist zu gewähren, wenn der Arbeitnehmer dies im Anschluß an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt."},{"nr":"2","text":"Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, daß dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. Kann der Urlaub aus diesen Gründen nicht zusammenhängend gewährt werden, und hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von mehr als zwölf Werktagen, so muß einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage umfassen."},{"nr":"3","text":"Der Urlaub muß im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden. Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr ist nur statthaft, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen. Im Fall der Übertragung muß der Urlaub in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahrs gewährt und genommen werden. Auf Verlangen des Arbeitnehmers ist ein nach § 5 Abs. 1 Buchstabe a entstehender Teilurlaub jedoch auf das nächste Kalenderjahr zu übertragen."},{"nr":"4","text":"Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten."}],"erklaerung":{"nr":"7","titel_einfach":"Wann du Urlaub bekommst und bis wann du ihn nehmen musst","kurz":"Nach § 7 BUrlG sind Urlaubswünsche zu berücksichtigen; Urlaub ist im laufenden Jahr zu nehmen, aus dringenden Gründen bis 31. März übertragbar (Verfall laut BAG nur nach Hinweis des Arbeitgebers), bei Jobende abzugelten.","relevanz":3,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":"1","einfach":"Legt dein Arbeitgeber fest, wann du Urlaub hast, muss er deine Urlaubswünsche berücksichtigen. Das gilt nicht, wenn dringende betriebliche Belange dagegenstehen. Es gilt auch nicht, wenn andere Beschäftigte Urlaubswünsche haben, die aus sozialen Gründen Vorrang verdienen. Verlangst du Urlaub direkt im Anschluss an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation, muss dein Arbeitgeber ihn dir geben."},{"nr":"2","einfach":"Dein Arbeitgeber muss dir den Urlaub zusammenhängend geben, also am Stück. Teilen darf er ihn nur, wenn dringende betriebliche Gründe oder Gründe in deiner Person das nötig machen. Kann er dir den Urlaub aus diesen Gründen nicht am Stück geben und hast du Anspruch auf mehr als 12 Werktage Urlaub, muss ein Teil mindestens 12 aufeinanderfolgende Werktage umfassen. Werktage sind nach § 3 BUrlG alle Tage außer Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen."},{"nr":"3","einfach":"Du musst deinen Urlaub im laufenden Kalenderjahr bekommen und nehmen. Eine Übertragung ins nächste Kalenderjahr ist nur erlaubt, wenn dringende betriebliche Gründe oder Gründe in deiner Person das rechtfertigen. Dann musst du den übertragenen Urlaub in den ersten 3 Monaten des neuen Jahres bekommen und nehmen – also bis zum 31. März. Eine Sonderregel gilt für Teilurlaub nach § 5 Absatz 1 Buchstabe a BUrlG. Das ist der anteilige Urlaub für ein Kalenderjahr, in dem du wegen der Wartezeit von 6 Monaten (§ 4 BUrlG) noch keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbst. Diesen Teilurlaub muss dein Arbeitgeber auf dein Verlangen ins nächste Kalenderjahr übertragen."},{"nr":"4","einfach":"Kannst du deinen Urlaub ganz oder teilweise nicht mehr nehmen, weil dein Arbeitsverhältnis endet, muss dein Arbeitgeber ihn abgelten – also in Geld bezahlen."}],"beispiel":{"titel":"Resturlaub zum Jobende","text":"Paula arbeitet als Verkäuferin. Ihr Arbeitsverhältnis endet am 31. August. An diesem Tag stehen ihr noch 5 Urlaubstage zu. Weil das Arbeitsverhältnis endet, kann sie diese Tage nicht mehr nehmen. Nach § 7 Absatz 4 BUrlG muss ihr Arbeitgeber die 5 Tage abgelten, also in Geld bezahlen."},"wichtig":["Nach dem Wortlaut musst du deinen Urlaub im laufenden Kalenderjahr nehmen und darfst ihn nur aus dringenden Gründen bis 31. März übertragen; verfallen kann er laut Rechtsprechung aber nur nach rechtzeitigem Hinweis deines Arbeitgebers.","Kannst du Urlaub wegen des Endes deines Arbeitsverhältnisses nicht mehr nehmen, muss dein Arbeitgeber ihn in Geld abgelten.","Direkt nach einer medizinischen Vorsorge- oder Reha-Maßnahme muss dein Arbeitgeber dir auf Verlangen Urlaub geben."],"begriffe":[{"wort":"Werktage","erklaerung":"Nach § 3 BUrlG alle Kalendertage außer Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen – Samstage zählen also mit."},{"wort":"abgelten","erklaerung":"Urlaub, den du nicht mehr nehmen kannst, in Geld bezahlen."},{"wort":"dringende betriebliche Belange","erklaerung":"Wichtige Gründe aus dem Betrieb, die gegen deinen Urlaubswunsch sprechen. Was genau „dringend“ ist, entscheiden im Streit die Gerichte."},{"wort":"Teilurlaub","erklaerung":"Ein anteiliger Urlaubsanspruch: ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat, geregelt in § 5 BUrlG."},{"wort":"Rehabilitation","erklaerung":"Medizinische Behandlung, die dir helfen soll, nach einer Krankheit oder Verletzung wieder gesund und arbeitsfähig zu werden – kurz „Reha“."}],"fragen":[{"frage":"Kann ich Resturlaub ins nächste Jahr mitnehmen?","antwort":"Nur, wenn dringende betriebliche Gründe oder Gründe in deiner Person das rechtfertigen (§ 7 Absatz 3 BUrlG). Dann musst du den Urlaub bis zum 31. März des Folgejahres nehmen. Wann Urlaub tatsächlich verfällt, haben die Gerichte genauer entschieden – siehe den Hinweis zur Rechtsprechung."},{"frage":"Bekomme ich meinen Resturlaub bei Kündigung ausgezahlt?","antwort":"Ja, wenn du ihn wegen des Endes deines Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr nehmen kannst. Dann muss dein Arbeitgeber ihn nach § 7 Absatz 4 BUrlG abgelten, also in Geld bezahlen."},{"frage":"Darf mein Arbeitgeber meinen Urlaubswunsch ablehnen?","antwort":"Nur, wenn dringende betriebliche Belange dagegenstehen oder Urlaubswünsche anderer Beschäftigter, die aus sozialen Gründen Vorrang verdienen (§ 7 Absatz 1 BUrlG). Sonst muss er deinen Wunsch berücksichtigen."}],"verweise":[{"norm":"§ 3 BUrlG","warum":"Mindesturlaub und was als Werktag gilt"},{"norm":"§ 4 BUrlG","warum":"Wartezeit von 6 Monaten bis zum vollen Urlaubsanspruch"},{"norm":"§ 5 BUrlG","warum":"Teilurlaub"}],"praxis":"Das Bundesarbeitsgericht hat 2019 entschieden: Urlaub verfällt nur, wenn dein Arbeitgeber dich vorher aufgefordert hat, ihn zu nehmen, und dich rechtzeitig auf den drohenden Verfall hingewiesen hat.","leicht":"Sie haben ein Recht auf Urlaub.\nIhr Arbeit-Geber legt fest: Wann haben Sie Urlaub?\nDabei muss er Ihre Wünsche beachten.\nEs gibt Ausnahmen, zum Beispiel bei dringenden Gründen in der Firma.\nIhr Urlaub soll am Stück sein.\nDer Arbeit-Geber darf den Urlaub nur aus dringenden Gründen teilen.\nDann muss ein Teil mindestens 12 Werk-Tage lang sein.\nDas gilt, wenn Sie mehr als 12 Werk-Tage Urlaub haben.\nSie müssen den Urlaub im selben Jahr nehmen.\nNur bei dringenden Gründen geht es später.\nDann müssen Sie den Urlaub bis Ende März im nächsten Jahr nehmen.\nIn der Regel verfällt der Urlaub nur, wenn Ihr Arbeit-Geber Sie vorher gewarnt hat.\nIhre Arbeit endet.\nSie können Ihren Urlaub nicht mehr nehmen?\nDann bekommen Sie für den Urlaub Geld.","zweitpruefung":{"status":"korrigiert","datum":"2026-10-07","hinweise":["kurz, wichtig 1 und Leichte Sprache gaben nur den Wortlaut wieder („nur bis 31. März übertragbar“). Ein Beschäftigter mit Resturlaub hätte daraus abgeleitet, sein Urlaub sei am 31.12. bzw. 31.3. verfallen – nach der im Feld praxis genannten BAG-Rechtsprechung (2019) gilt das nur nach rechtzeitiger Aufforderung und Hinweis des Arbeitgebers. Hinweis in kurz, wichtig und Leichter Sprache ergänzt (Ausnahme vom Grundsatz „nur aus dieser Norm“, weil sonst ein gefährlicher Fehlschluss naheliegt).","Abs. 1 (Urlaubswünsche, Reha), Abs. 2 (zusammenhängend, Teil mind. 12 Werktage), Abs. 3 (Teilurlaub nach § 5 Abs. 1 a auf Verlangen übertragbar), Abs. 4 (Abgeltung) und Beispiel geprüft: korrekt."]}},"pruefung":{"status":"korrigiert","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"8","bezeichnung":"§ 8 BUrlG","titel_amtlich":"Erwerbstätigkeit während des Urlaubs","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/8/","original":[{"nr":null,"text":"Während des Urlaubs darf der Arbeitnehmer keine dem Urlaubszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten."}],"erklaerung":{"nr":"8","titel_einfach":"Darfst du im Urlaub für Geld arbeiten?","kurz":"Nach § 8 BUrlG dürfen Arbeitnehmer während des Urlaubs keine Erwerbstätigkeit ausüben, die dem Zweck des Urlaubs widerspricht – also der Erholung.","relevanz":3,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":null,"einfach":"Während deines Urlaubs darfst du keine Erwerbstätigkeit ausüben, die dem Urlaubszweck widerspricht. Erwerbstätigkeit heißt: Arbeit, mit der du Geld verdienst. Der Urlaub ist nach § 1 BUrlG ein Erholungsurlaub. Verboten ist also bezahlte Arbeit, die deiner Erholung entgegensteht. Bezahlte Arbeit, die dem Urlaubszweck nicht widerspricht, verbietet § 8 BUrlG nicht. Wo genau die Grenze liegt, sagt das Gesetz nicht. Das entscheiden im Streit die Gerichte."}],"beispiel":{"titel":"Umzugshilfe und Baustellenjob im Urlaub","text":"Paul arbeitet in Vollzeit in einem Büro in Köln und nimmt 3 Wochen Urlaub. In der ersten Woche hilft er seiner Schwester unbezahlt beim Umzug. Das ist keine Erwerbstätigkeit, § 8 BUrlG gilt dafür nicht. Danach will er 2 Wochen lang jeden Tag 8 Stunden gegen Lohn auf einer Baustelle arbeiten. Das ist Erwerbstätigkeit. § 8 BUrlG verbietet sie, wenn sie dem Urlaubszweck – der Erholung – widerspricht. Wo genau die Grenze liegt, legt das Gesetz nicht fest; im Streit entscheiden die Gerichte."},"wichtig":["Verboten ist im Urlaub bezahlte Arbeit, die dem Zweck des Urlaubs widerspricht, also deiner Erholung entgegensteht."],"begriffe":[{"wort":"Erwerbstätigkeit","erklaerung":"Arbeit, mit der du Geld verdienst – zum Beispiel ein Nebenjob."},{"wort":"Urlaubszweck","erklaerung":"Der Sinn des Urlaubs: Du sollst dich von der Arbeit erholen."}],"fragen":[{"frage":"Darf ich im Urlaub einen Nebenjob machen?","antwort":"Nur, wenn er dem Zweck des Urlaubs nicht widerspricht. § 8 BUrlG verbietet im Urlaub bezahlte Arbeit, die deiner Erholung entgegensteht. Wo genau die Grenze liegt, sagt die Norm nicht; das entscheiden im Streit die Gerichte."},{"frage":"Was passiert, wenn ich im Urlaub trotzdem für Geld arbeite?","antwort":"Das regelt § 8 BUrlG nicht. Die Norm sagt nur, dass du im Urlaub keine Erwerbstätigkeit leisten darfst, die dem Urlaubszweck widerspricht."},{"frage":"Darf ich im Urlaub meine eigene Wohnung renovieren?","antwort":"§ 8 BUrlG betrifft nur Erwerbstätigkeit, also Arbeit, mit der du Geld verdienst. Unbezahlte Arbeit wie das Renovieren der eigenen Wohnung regelt die Norm nicht."}],"verweise":[{"norm":"§ 1 BUrlG","warum":"Der Urlaub ist ein bezahlter Erholungsurlaub"}],"praxis":null,"leicht":"Sie haben Urlaub.\nIm Urlaub sollen Sie sich erholen.\nManche Arbeit gegen Geld stört die Erholung.\nDiese Arbeit dürfen Sie im Urlaub nicht machen.\nDas Gesetz sagt nicht genau: Welche Arbeit stört die Erholung?\nBei Streit entscheidet das ein Gericht.\nArbeit ohne Geld ist hier nicht gemeint.\nZum Beispiel: Sie helfen Ihrer Schwester beim Umzug."},"pruefung":{"status":"korrigiert","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"9","bezeichnung":"§ 9 BUrlG","titel_amtlich":"Erkrankung während des Urlaubs","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/9/","original":[{"nr":null,"text":"Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet."}],"erklaerung":{"nr":"9","titel_einfach":"Krank im Urlaub: Was mit den Urlaubstagen passiert","kurz":"Nach § 9 BUrlG zählen Tage, an denen ein Arbeitnehmer im Urlaub krank und arbeitsunfähig ist, nicht als Urlaub – wenn ein ärztliches Zeugnis sie nachweist.","relevanz":3,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":null,"einfach":"Wirst du während deines Urlaubs krank, zählen die Tage, an denen du arbeitsunfähig bist, nicht als Urlaubstage. Arbeitsunfähig heißt: Du bist so krank, dass du nicht arbeiten kannst. Diese Tage musst du durch ein ärztliches Zeugnis nachweisen, zum Beispiel eine Krankschreibung. Nur die nachgewiesenen Tage werden nicht auf deinen Jahresurlaub angerechnet. Sie gehen dir also nicht als Urlaub verloren. Ob sich dein Urlaub dadurch verlängert, regelt § 9 BUrlG nicht."}],"beispiel":{"titel":"Fieber in der zweiten Urlaubswoche","text":"Lena hat vom 3. bis 14. August 2026 Urlaub, das sind 10 Arbeitstage. Am 6. August bekommt sie hohes Fieber. Ihre Ärztin bescheinigt ihr, dass sie am 6. und 7. August arbeitsunfähig ist. Nach § 9 BUrlG werden diese 2 Tage nicht auf Lenas Jahresurlaub angerechnet. Sie hat also nur 8 Urlaubstage verbraucht. Die 2 anderen Tage bleiben ihr als Urlaub erhalten."},"wichtig":["Nur Krankheitstage, die ein ärztliches Zeugnis nachweist, werden nicht als Urlaub gezählt.","Es kommt darauf an, dass du arbeitsunfähig warst – krank zu sein allein reicht nach § 9 BUrlG nicht."],"begriffe":[{"wort":"Arbeitsunfähigkeit","erklaerung":"Du bist so krank, dass du deine Arbeit nicht machen kannst."},{"wort":"ärztliches Zeugnis","erklaerung":"Eine Bescheinigung von einer Ärztin oder einem Arzt, zum Beispiel eine Krankschreibung."},{"wort":"anrechnen","erklaerung":"Hier: einen Tag als genommenen Urlaubstag zählen."}],"fragen":[{"frage":"Bekomme ich Urlaubstage zurück, wenn ich im Urlaub krank werde?","antwort":"Ja, wenn du arbeitsunfähig warst und das mit einem ärztlichen Zeugnis nachweist. Nach § 9 BUrlG werden diese Tage nicht auf deinen Jahresurlaub angerechnet."},{"frage":"Verlängert sich mein Urlaub, wenn ich im Urlaub krank werde?","antwort":"Das regelt § 9 BUrlG nicht. Die Norm sagt nur, dass die nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit nicht als Urlaub zählen. Sie bleiben dir als Urlaubsanspruch erhalten."},{"frage":"Brauche ich eine Krankschreibung, wenn ich im Urlaub krank werde?","antwort":"Ja, wenn die Krankheitstage nicht als Urlaub zählen sollen. § 9 BUrlG verlangt, dass die Tage der Arbeitsunfähigkeit durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesen sind."}],"verweise":[{"norm":"§ 7 BUrlG","warum":"Wann der Urlaub genommen werden muss"},{"norm":"§ 10 BUrlG","warum":"Wann Kur und Reha nicht auf den Urlaub angerechnet werden"},{"norm":"§ 5 EntgFG","warum":"Krankmeldung beim Arbeitgeber und ärztliche Bescheinigung"}],"praxis":null,"leicht":"Sie haben Urlaub.\nIm Urlaub werden Sie krank.\nSie können wegen der Krankheit nicht arbeiten.\nDann gehen Sie zum Arzt.\nDer Arzt schreibt auf: Sie können nicht arbeiten.\nDas Papier heißt Krank-Schreibung.\nDie Tage auf der Krank-Schreibung zählen nicht als Urlaub.\nDiese Urlaubs-Tage bleiben Ihnen.","zweitpruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07","hinweise":["Nichtanrechnung nur ärztlich nachgewiesener Tage der Arbeitsunfähigkeit, keine eigenmächtige Verlängerung aus § 9 ableitbar (Frage 2 stellt das klar) und Beispiel (3.–14.8.2026 = 10 Arbeitstage, 2 AU-Tage) geprüft. Keine Änderung."]}},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"10","bezeichnung":"§ 10 BUrlG","titel_amtlich":"Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/10/","original":[{"nr":null,"text":"Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation dürfen nicht auf den Urlaub angerechnet werden, soweit ein Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts nach den gesetzlichen Vorschriften über die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall besteht."}],"erklaerung":{"nr":"10","titel_einfach":"Kur und Reha zählen nicht als Urlaub","kurz":"Nach § 10 BUrlG darf eine Kur oder Reha nicht auf den Urlaub angerechnet werden, soweit der Arbeitnehmer dafür Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach den gesetzlichen Vorschriften hat.","relevanz":2,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":null,"einfach":"Machst du eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation, zum Beispiel eine Kur oder Reha, zählt diese Zeit nicht als Urlaub. Sie darf nicht auf deinen Urlaub angerechnet werden. Das gilt, soweit du für diese Zeit Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach den gesetzlichen Vorschriften hast. Diese Vorschriften stehen im Entgeltfortzahlungsgesetz, für Kur und Reha in § 9 EntgFG."}],"beispiel":{"titel":"Drei Wochen Reha nach einer Operation","text":"Murat arbeitet seit 5 Jahren in einem Lager in Dortmund. Die Rentenversicherung bewilligt ihm eine 3-wöchige Reha in einer Reha-Klinik. Für diese Zeit hat er nach § 9 EntgFG Anspruch auf Fortzahlung seines Lohns. Sein Arbeitgeber will die 3 Wochen von Murats Jahresurlaub abziehen. Das darf er nach § 10 BUrlG nicht: Die Reha darf nicht auf den Urlaub angerechnet werden."},"wichtig":["Kur und Reha zählen nicht als Urlaub, soweit du für diese Zeit Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall hast."],"begriffe":[{"wort":"Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation","erklaerung":"Eine Behandlung wie eine Kur oder Reha. Sie soll einer Krankheit vorbeugen oder nach einer Krankheit helfen, wieder gesund und arbeitsfähig zu werden."},{"wort":"Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall","erklaerung":"Dein Arbeitgeber zahlt deinen Lohn weiter, obwohl du nicht arbeiten kannst. Das regelt das Entgeltfortzahlungsgesetz."}],"fragen":[{"frage":"Darf mein Arbeitgeber meine Reha auf den Urlaub anrechnen?","antwort":"Nein, soweit du für die Reha nach den gesetzlichen Vorschriften Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall hast (§ 10 BUrlG). Wann dieser Anspruch bei Kur und Reha besteht, regelt § 9 EntgFG."},{"frage":"Zählt eine Kur als Urlaub?","antwort":"Eine Kur als Maßnahme der medizinischen Vorsorge darf nach § 10 BUrlG nicht auf den Urlaub angerechnet werden. Voraussetzung ist, dass du dafür Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach den gesetzlichen Vorschriften hast."}],"verweise":[{"norm":"§ 9 EntgFG","warum":"Wann der Lohn bei Kur und Reha weitergezahlt wird"},{"norm":"§ 7 Abs. 1 BUrlG","warum":"Urlaub direkt im Anschluss an eine Kur oder Reha verlangen"},{"norm":"§ 9 BUrlG","warum":"Krankheit während des Urlaubs"}],"praxis":null,"leicht":"Manche Menschen machen eine Kur oder eine Reha.\nDort sollen sie gesund werden.\nOder sie sollen gesund bleiben.\nDie Zeit von einer Kur oder Reha zählt nicht als Urlaub.\nDafür gibt es eine Bedingung.\nIhr Arbeit-Geber muss Ihnen in dieser Zeit den Lohn weiter-zahlen.\nDas steht in einem anderen Gesetz.\nEs heißt Entgelt-Fortzahlungs-Gesetz."},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"11","bezeichnung":"§ 11 BUrlG","titel_amtlich":"Urlaubsentgelt","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/11/","original":[{"nr":"1","text":"Das Urlaubsentgelt bemißt sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes. Bei Verdiensterhöhungen nicht nur vorübergehender Natur, die während des Berechnungszeitraums oder des Urlaubs eintreten, ist von dem erhöhten Verdienst auszugehen. Verdienstkürzungen, die im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis eintreten, bleiben für die Berechnung des Urlaubsentgelts außer Betracht. Zum Arbeitsentgelt gehörende Sachbezüge, die während des Urlaubs nicht weitergewährt werden, sind für die Dauer des Urlaubs angemessen in bar abzugelten."},{"nr":"2","text":"Das Urlaubsentgelt ist vor Antritt des Urlaubs auszuzahlen."}],"erklaerung":{"nr":"11","titel_einfach":"Wie viel Geld du im Urlaub bekommst","kurz":"Nach § 11 BUrlG richtet sich das Urlaubsentgelt nach dem durchschnittlichen Verdienst der letzten 13 Wochen vor dem Urlaub, ohne Überstundenvergütung; es ist vor dem Urlaub auszuzahlen.","relevanz":3,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":"1","einfach":"Für deine Urlaubstage bekommst du Urlaubsentgelt. Wie hoch es ist, richtet sich nach deinem durchschnittlichen Verdienst in den letzten 13 Wochen vor Beginn des Urlaubs. Was du in dieser Zeit zusätzlich für Überstunden bekommen hast, zählt nicht mit. Außerdem gelten diese Regeln:\n- Bekommst du während der 13 Wochen oder während des Urlaubs mehr Geld, und zwar nicht nur vorübergehend, wird mit dem höheren Verdienst gerechnet.\n- Hast du in den 13 Wochen weniger verdient wegen Kurzarbeit, wegen Arbeitsausfällen oder weil du ohne eigene Schuld bei der Arbeit gefehlt hast, bleiben diese Kürzungen außer Betracht. Sie senken dein Urlaubsentgelt also nicht.\n- Gehören Sachbezüge zu deinem Lohn und bekommst du sie im Urlaub nicht weiter, muss dein Arbeitgeber sie dir für die Urlaubszeit in angemessener Höhe in Geld ausgleichen."},{"nr":"2","einfach":"Dein Arbeitgeber muss dir das Urlaubsentgelt auszahlen, bevor dein Urlaub beginnt."}],"beispiel":{"titel":"Überstunden und Lohnerhöhung vor dem Urlaub","text":"Nina arbeitet in einer Kantine in Mainz. Ihr Urlaub beginnt am 15. Juni 2026. In den 13 Wochen davor hat sie neben ihrem Lohn 300 € für Überstunden bekommen. Diese 300 € zählen für ihr Urlaubsentgelt nach § 11 Absatz 1 BUrlG nicht mit. Zum 1. Juni 2026 hat Nina außerdem eine dauerhafte Lohnerhöhung bekommen. Ihr Urlaubsentgelt wird deshalb nach dem erhöhten Verdienst berechnet."},"wichtig":["Was du zusätzlich für Überstunden bekommen hast, zählt beim Urlaubsentgelt nicht mit.","Weniger Verdienst durch Kurzarbeit, Arbeitsausfälle oder unverschuldetes Fehlen in den 13 Wochen senkt dein Urlaubsentgelt nicht.","Dein Arbeitgeber muss das Urlaubsentgelt vor Beginn deines Urlaubs auszahlen."],"begriffe":[{"wort":"Urlaubsentgelt","erklaerung":"Der Verdienst, den du für deine Urlaubstage weiter bekommst. Ein zusätzliches Urlaubsgeld, wie es manche Verträge vorsehen, regelt § 11 BUrlG nicht."},{"wort":"Kurzarbeit","erklaerung":"Im Betrieb wird vorübergehend weniger gearbeitet, und die Beschäftigten bekommen entsprechend weniger Lohn."},{"wort":"unverschuldete Arbeitsversäumnis","erklaerung":"Du hast bei der Arbeit gefehlt, ohne dass es deine Schuld war."},{"wort":"Sachbezüge","erklaerung":"Teile deines Lohns, die du nicht als Geld bekommst, zum Beispiel freies Essen oder eine Unterkunft."}],"fragen":[{"frage":"Wie wird mein Urlaubsentgelt berechnet?","antwort":"Nach § 11 Absatz 1 BUrlG nach deinem durchschnittlichen Verdienst in den letzten 13 Wochen vor dem Urlaub. Zusätzliches Geld für Überstunden zählt nicht mit. Steigt dein Verdienst in dieser Zeit oder im Urlaub nicht nur vorübergehend, wird mit dem höheren Verdienst gerechnet."},{"frage":"Zählen Überstunden beim Urlaubsentgelt mit?","antwort":"Nein. Nach § 11 Absatz 1 BUrlG bleibt der Verdienst, den du zusätzlich für Überstunden bekommen hast, bei der Berechnung außen vor."},{"frage":"Wann muss mein Arbeitgeber das Urlaubsentgelt zahlen?","antwort":"Nach § 11 Absatz 2 BUrlG vor Antritt des Urlaubs, also bevor dein Urlaub beginnt. Tarifverträge können davon nach § 13 BUrlG abweichen."}],"verweise":[{"norm":"§ 1 BUrlG","warum":"Anspruch auf bezahlten Urlaub"},{"norm":"§ 12 BUrlG","warum":"Eigene Regeln zum Urlaubsentgelt in der Heimarbeit"},{"norm":"§ 13 BUrlG","warum":"Tarifverträge können von § 11 abweichen"}],"praxis":null,"leicht":"Sie bekommen im Urlaub Geld von Ihrem Arbeit-Geber.\nDas Geld heißt Urlaubs-Entgelt.\nDer Arbeit-Geber schaut auf die letzten 13 Wochen vor dem Urlaub.\nEr rechnet aus: So viel haben Sie im Durchschnitt verdient.\nSo viel Geld bekommen Sie auch im Urlaub.\nGeld für Über-Stunden zählt dabei nicht mit.\nVielleicht bekommen Sie seit kurzem dauerhaft mehr Lohn.\nDann zählt der neue Lohn.\nVielleicht hatten Sie Kurz-Arbeit.\nKurz-Arbeit heißt: Sie arbeiten weniger und bekommen weniger Lohn.\nDiese Kürzung zählt nicht.\nSie bekommen das Urlaubs-Entgelt vor dem Urlaub.","zweitpruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07","hinweise":["13-Wochen-Durchschnitt ohne Überstundenvergütung, dauerhafte Verdiensterhöhungen, unbeachtliche Kürzungen (Kurzarbeit, Arbeitsausfall, unverschuldete Versäumnis), Sachbezüge und Auszahlung vor Urlaubsantritt geprüft; Abgrenzung Urlaubsentgelt/Urlaubsgeld vorhanden; Beispiel korrekt. Keine Änderung."]}},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"12","bezeichnung":"§ 12 BUrlG","titel_amtlich":"Urlaub im Bereich der Heimarbeit","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/12/","original":[{"nr":null,"text":"Für die in Heimarbeit Beschäftigten und die ihnen nach § 1 Abs. 2 Buchstaben a bis c des Heimarbeitsgesetzes Gleichgestellten, für die die Urlaubsregelung nicht ausdrücklich von der Gleichstellung ausgenommen ist, gelten die vorstehenden Bestimmungen mit Ausnahme der §§ 4 bis 6, 7 Abs. 3 und 4 und § 11 nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen:\n\n1. Heimarbeiter (§ 1 Abs. 1 Buchstabe a des Heimarbeitsgesetzes) und nach § 1 Abs. 2 Buchstabe a des Heimarbeitsgesetzes Gleichgestellte erhalten von ihrem Auftraggeber oder, falls sie von einem Zwischenmeister beschäftigt werden, von diesem bei einem Anspruch auf 24 Werktage ein Urlaubsentgelt von 9,1 vom Hundert des in der Zeit vom 1. Mai bis zum 30. April des folgenden Jahres oder bis zur Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses verdienten Arbeitsentgelts vor Abzug der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ohne Unkostenzuschlag und ohne die für den Lohnausfall an Feiertagen, den Arbeitsausfall infolge Krankheit und den Urlaub zu leistenden Zahlungen.\n2. War der Anspruchsberechtigte im Berechnungszeitraum nicht ständig beschäftigt, so brauchen unbeschadet des Anspruches auf Urlaubsentgelt nach Nummer 1 nur so viele Urlaubstage gegeben zu werden, wie durchschnittliche Tagesverdienste, die er in der Regel erzielt hat, in dem Urlaubsentgelt nach Nummer 1 enthalten sind.\n3. Das Urlaubsentgelt für die in Nummer 1 bezeichneten Personen soll erst bei der letzten Entgeltzahlung vor Antritt des Urlaubs ausgezahlt werden.\n4. Hausgewerbetreibende (§ 1 Abs. 1 Buchstabe b des Heimarbeitsgesetzes) und nach § 1 Abs. 2 Buchstaben b und c des Heimarbeitsgesetzes Gleichgestellte erhalten von ihrem Auftraggeber oder, falls sie von einem Zwischenmeister beschäftigt werden, von diesem als eigenes Urlaubsentgelt und zur Sicherung der Urlaubsansprüche der von ihnen Beschäftigten einen Betrag von 9,1 vom Hundert des an sie ausgezahlten Arbeitsentgelts vor Abzug der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ohne Unkostenzuschlag und ohne die für den Lohnausfall an Feiertagen, den Arbeitsausfall infolge Krankheit und den Urlaub zu leistenden Zahlungen.\n5. Zwischenmeister, die den in Heimarbeit Beschäftigten nach § 1 Abs. 2 Buchstabe d des Heimarbeitsgesetzes gleichgestellt sind, haben gegen ihren Auftraggeber Anspruch auf die von ihnen nach den Nummern 1 und 4 nachweislich zu zahlenden Beträge.\n6. Die Beträge nach den Nummern 1, 4 und 5 sind gesondert im Entgeltbeleg auszuweisen.\n7. Durch Tarifvertrag kann bestimmt werden, daß Heimarbeiter (§ 1 Abs. 1 Buchstabe a des Heimarbeitsgesetzes), die nur für einen Auftraggeber tätig sind und tariflich allgemein wie Betriebsarbeiter behandelt werden, Urlaub nach den allgemeinen Urlaubsbestimmungen erhalten.\n8. Auf die in den Nummern 1, 4 und 5 vorgesehenen Beträge finden die §§ 23 bis 25, 27 und 28 und auf die in den Nummern 1 und 4 vorgesehenen Beträge außerdem § 21 Abs. 2 des Heimarbeitsgesetzes entsprechende Anwendung. Für die Urlaubsansprüche der fremden Hilfskräfte der in Nummer 4 genannten Personen gilt § 26 des Heimarbeitsgesetzes entsprechend."}],"erklaerung":{"nr":"12","titel_einfach":"Urlaub und Urlaubsentgelt in der Heimarbeit","kurz":"Nach § 12 BUrlG bekommen Heimarbeiter bei 24 Werktagen Urlaub 9,1 Prozent ihres Arbeitsentgelts als Urlaubsentgelt; Wartezeit, Teilurlaub und die Berechnung nach § 11 BUrlG gelten für sie nicht.","relevanz":2,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":null,"einfach":"Für Menschen in Heimarbeit gilt das Urlaubsgesetz mit Besonderheiten. Das betrifft die in Heimarbeit Beschäftigten und Personen, die ihnen nach § 1 Absatz 2 Buchstabe a bis c des Heimarbeitsgesetzes gleichgestellt sind. Bei Gleichgestellten gilt das nur, wenn die Urlaubsregelung nicht ausdrücklich von der Gleichstellung ausgenommen ist. Nicht anwendbar sind die §§ 4 bis 6 (Wartezeit, Teilurlaub, Doppelansprüche), § 7 Absatz 3 und 4 (Übertragung und Auszahlung von Urlaub) und § 11 (Urlaubsentgelt). Stattdessen gilt:\n1. Heimarbeiter und nach § 1 Absatz 2 Buchstabe a des Heimarbeitsgesetzes Gleichgestellte bekommen bei einem Anspruch auf 24 Werktage ein Urlaubsentgelt von 9,1 Prozent ihres Arbeitsentgelts. Es zahlt der Auftraggeber oder, wenn sie für einen Zwischenmeister arbeiten, dieser. Grundlage ist das Entgelt vom 1. Mai bis zum 30. April des Folgejahres oder bis zum Ende der Beschäftigung. Gerechnet wird mit dem Betrag vor Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, ohne Unkostenzuschlag und ohne die Zahlungen für Feiertage, Krankheit und Urlaub.\n2. War jemand im Berechnungszeitraum nicht ständig beschäftigt, müssen ihm nur so viele Urlaubstage gegeben werden, wie durchschnittliche Tagesverdienste im Urlaubsentgelt nach Nummer 1 stecken. Der Anspruch auf das Urlaubsentgelt nach Nummer 1 bleibt davon unberührt.\n3. Das Urlaubsentgelt nach Nummer 1 soll erst bei der letzten Entgeltzahlung vor Beginn des Urlaubs ausgezahlt werden.\n4. Hausgewerbetreibende und nach § 1 Absatz 2 Buchstabe b und c des Heimarbeitsgesetzes Gleichgestellte bekommen vom Auftraggeber oder Zwischenmeister 9,1 Prozent des an sie ausgezahlten Arbeitsentgelts, gerechnet wie in Nummer 1. Der Betrag ist ihr eigenes Urlaubsentgelt und sichert zugleich die Urlaubsansprüche der Menschen, die sie selbst beschäftigen.\n5. Zwischenmeister, die nach § 1 Absatz 2 Buchstabe d des Heimarbeitsgesetzes gleichgestellt sind, können von ihrem Auftraggeber die Beträge nach Nummer 1 und 4 verlangen, die sie nachweislich zahlen müssen.\n6. Die Beträge nach Nummer 1, 4 und 5 müssen im Entgeltbeleg gesondert ausgewiesen werden.\n7. Ein Tarifvertrag kann bestimmen: Heimarbeiter, die nur für einen Auftraggeber arbeiten und tariflich allgemein wie Betriebsarbeiter behandelt werden, bekommen Urlaub nach den allgemeinen Regeln.\n8. Für die Beträge nach Nummer 1, 4 und 5 gelten die §§ 23 bis 25, 27 und 28 des Heimarbeitsgesetzes entsprechend (Schutz des Entgelts). Für die Beträge nach Nummer 1 und 4 gilt außerdem § 21 Absatz 2 des Heimarbeitsgesetzes entsprechend. Für die Urlaubsansprüche der fremden Hilfskräfte der Personen aus Nummer 4 gilt § 26 des Heimarbeitsgesetzes entsprechend."}],"beispiel":{"titel":"Urlaubsentgelt für eine Heimarbeiterin","text":"Frau Kowalski montiert zu Hause Kabelsätze für eine Firma. Sie ist Heimarbeiterin und hat Anspruch auf 24 Werktage Urlaub. Vom 1. Mai 2025 bis 30. April 2026 hat sie 12.000 € Arbeitsentgelt verdient – vor Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, ohne Unkostenzuschlag und ohne Zahlungen für Feiertage, Krankheit und Urlaub. Nach § 12 Nummer 1 BUrlG bekommt sie 9,1 Prozent davon als Urlaubsentgelt, also 1.092 €."},"wichtig":["In der Heimarbeit gilt § 11 BUrlG nicht: Das Urlaubsentgelt beträgt bei einem Anspruch auf 24 Werktage 9,1 Prozent des Arbeitsentgelts.","Die Urlaubsbeträge müssen im Entgeltbeleg gesondert ausgewiesen werden."],"begriffe":[{"wort":"Zwischenmeister","erklaerung":"Jemand, der Heimarbeit von einem Auftraggeber übernimmt und an Heimarbeiter oder Hausgewerbetreibende weitergibt."},{"wort":"Hausgewerbetreibende","erklaerung":"Selbstständige, die in eigener Arbeitsstätte mit wenigen fremden Hilfskräften im Auftrag arbeiten. Genaueres regelt das Heimarbeitsgesetz."},{"wort":"Unkostenzuschlag","erklaerung":"Ein Betrag für Kosten, die Menschen in Heimarbeit durch die Arbeit selbst entstehen. Er zählt beim Urlaubsentgelt nicht mit."},{"wort":"Entgeltbeleg","erklaerung":"Ein schriftlicher Nachweis über das gezahlte Arbeitsentgelt, ähnlich einer Lohnabrechnung."}],"fragen":[{"frage":"Wie viel Urlaubsentgelt bekommen Heimarbeiter?","antwort":"Nach § 12 Nummer 1 BUrlG bei einem Anspruch auf 24 Werktage 9,1 Prozent des Arbeitsentgelts aus der Zeit vom 1. Mai bis zum 30. April des Folgejahres oder bis zum Ende der Beschäftigung. Gerechnet wird vor Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, ohne Unkostenzuschlag und ohne Zahlungen für Feiertage, Krankheit und Urlaub."},{"frage":"Gilt die Wartezeit von 6 Monaten auch in der Heimarbeit?","antwort":"Nein. § 12 BUrlG nimmt die §§ 4 bis 6 BUrlG – Wartezeit, Teilurlaub und Doppelansprüche – für die Heimarbeit aus."}],"verweise":[{"norm":"§ 2 BUrlG","warum":"Für wen das Urlaubsgesetz gilt"},{"norm":"§ 11 BUrlG","warum":"Normales Urlaubsentgelt, das in der Heimarbeit nicht gilt"},{"norm":"§ 10 EntgFG","warum":"Zuschlag für den Krankheitsfall in der Heimarbeit"}],"praxis":null,"leicht":"Manche Menschen arbeiten zu Hause für eine Firma.\nDas heißt Heim-Arbeit.\nAuch diese Menschen haben ein Recht auf Urlaub.\nFür sie gelten aber besondere Regeln.\nSie bekommen für den Urlaub extra Geld.\nDas Geld ist 9,1 Prozent von ihrem Lohn.\nDer Auftrag-Geber rechnet mit dem Lohn von einem Jahr.\nDas Jahr geht vom 1. Mai bis zum 30. April.\nDer Betrag muss extra auf dem Lohn-Zettel stehen."},"pruefung":{"status":"korrigiert","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"13","bezeichnung":"§ 13 BUrlG","titel_amtlich":"Unabdingbarkeit","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/13/","original":[{"nr":"1","text":"Von den vorstehenden Vorschriften mit Ausnahme der §§ 1, 2 und 3 Abs. 1 kann in Tarifverträgen abgewichen werden. Die abweichenden Bestimmungen haben zwischen nichttarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern Geltung, wenn zwischen diesen die Anwendung der einschlägigen tariflichen Urlaubsregelung vereinbart ist. Im übrigen kann, abgesehen von § 7 Abs. 2 Satz 2, von den Bestimmungen dieses Gesetzes nicht zuungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden."},{"nr":"2","text":"Für das Baugewerbe oder sonstige Wirtschaftszweige, in denen als Folge häufigen Ortswechsels der von den Betrieben zu leistenden Arbeit Arbeitsverhältnisse von kürzerer Dauer als einem Jahr in erheblichem Umfange üblich sind, kann durch Tarifvertrag von den vorstehenden Vorschriften über die in Absatz 1 Satz 1 vorgesehene Grenze hinaus abgewichen werden, soweit dies zur Sicherung eines zusammenhängenden Jahresurlaubs für alle Arbeitnehmer erforderlich ist. Absatz 1 Satz 2 findet entsprechende Anwendung."},{"nr":"3","text":"Für den Bereich der Deutsche Bahn Aktiengesellschaft sowie einer gemäß § 2 Abs. 1 und § 3 Abs. 3 des Deutsche Bahn Gründungsgesetzes vom 27. Dezember 1993 (BGBl. I S. 2378, 2386) ausgegliederten Gesellschaft und für den Bereich der Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost kann von der Vorschrift über das Kalenderjahr als Urlaubsjahr (§ 1) in Tarifverträgen abgewichen werden."}],"erklaerung":{"nr":"13","titel_einfach":"Wann von den Urlaubsregeln abgewichen werden darf","kurz":"Nach § 13 BUrlG dürfen Tarifverträge von vielen Urlaubsregeln abweichen, vom Mindesturlaub aber nur in Sonderbranchen; ohne Tarifvertrag darf grundsätzlich nur zugunsten der Arbeitnehmer abgewichen werden.","relevanz":2,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":"1","einfach":"Ein Tarifvertrag darf von den Regeln dieses Gesetzes abweichen, auch zu deinem Nachteil. Ausgenommen sind § 1 (Anspruch auf bezahlten Urlaub), § 2 (für wen das Gesetz gilt) und § 3 Absatz 1 (mindestens 24 Werktage Urlaub). Davon darf auch ein Tarifvertrag nicht abweichen. Gilt der Tarifvertrag für dich und deinen Arbeitgeber nicht von selbst, gelten seine abweichenden Regeln trotzdem, wenn ihr vereinbart habt, dass die passende tarifliche Urlaubsregelung angewendet wird. Sonst darf von diesem Gesetz nicht zu deinem Nachteil abgewichen werden, also auch nicht im Arbeitsvertrag. Eine Ausnahme gilt für § 7 Absatz 2 Satz 2: Danach muss bei geteiltem Urlaub ein Teil mindestens 12 Werktage am Stück umfassen. Von dieser Regel darf auch ohne Tarifvertrag zu deinem Nachteil abgewichen werden."},{"nr":"2","einfach":"Für das Baugewerbe und ähnliche Branchen gibt es eine Sonderregel. Gemeint sind Branchen, in denen die Arbeit oft an wechselnden Orten stattfindet und deshalb Arbeitsverhältnisse unter einem Jahr in erheblichem Umfang üblich sind. Dort darf ein Tarifvertrag weiter abweichen als nach Absatz 1, also auch von § 1, § 2 und § 3 Absatz 1. Das gilt aber nur, soweit es nötig ist, damit alle Arbeitnehmer einen zusammenhängenden Jahresurlaub bekommen. Auch hier gelten die abweichenden Regeln für nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wenn sie die Anwendung der tariflichen Urlaubsregelung vereinbart haben."},{"nr":"3","einfach":"Für die Deutsche Bahn AG, für Gesellschaften, die nach § 2 Absatz 1 und § 3 Absatz 3 des Deutsche Bahn Gründungsgesetzes ausgegliedert wurden, und für die Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost gilt: Ein Tarifvertrag darf dort bestimmen, dass das Urlaubsjahr nicht das Kalenderjahr ist. Nach § 1 BUrlG ist das Urlaubsjahr sonst das Kalenderjahr."}],"beispiel":{"titel":"Zu wenig Urlaub im Arbeitsvertrag","text":"Tom arbeitet in einer kleinen Werbeagentur in Kiel, für die kein Tarifvertrag gilt. In seinem Arbeitsvertrag stehen 18 Werktage Urlaub im Jahr. Nach § 3 Absatz 1 BUrlG stehen ihm aber mindestens 24 Werktage zu. Nach § 13 Absatz 1 BUrlG darf ohne Tarifvertrag nicht zu Toms Nachteil vom Gesetz abgewichen werden. Tom hat deshalb Anspruch auf mindestens 24 Werktage Urlaub."},"wichtig":["Vom Anspruch auf bezahlten Urlaub (§ 1), vom Geltungsbereich (§ 2) und vom Mindesturlaub (§ 3 Absatz 1) darf auch ein Tarifvertrag nicht abweichen – außer in den Sonderfällen nach Absatz 2 und 3.","Ohne Tarifvertrag darf von den Urlaubsregeln nicht zu deinem Nachteil abgewichen werden; die einzige Ausnahme ist § 7 Absatz 2 Satz 2."],"begriffe":[{"wort":"Tarifvertrag","erklaerung":"Ein Vertrag zwischen einer Gewerkschaft und einem Arbeitgeber oder Arbeitgeberverband, der Regeln für Arbeitsverhältnisse festlegt."},{"wort":"nichttarifgebunden","erklaerung":"Der Tarifvertrag gilt für dein Arbeitsverhältnis nicht von selbst, zum Beispiel weil du nicht in der Gewerkschaft oder dein Arbeitgeber nicht im Arbeitgeberverband ist."},{"wort":"zuungunsten","erklaerung":"Zum Nachteil – hier: schlechter für den Arbeitnehmer, als es das Gesetz vorsieht."}],"fragen":[{"frage":"Darf mein Arbeitsvertrag weniger Urlaub vorsehen als das Gesetz?","antwort":"Nein. Nach § 13 Absatz 1 BUrlG darf ohne Tarifvertrag nicht zu deinem Nachteil vom Gesetz abgewichen werden. Vom Mindesturlaub in § 3 Absatz 1 BUrlG darf selbst ein Tarifvertrag nur in den Sonderfällen nach § 13 Absatz 2 abweichen."},{"frage":"Darf ein Tarifvertrag die gesetzlichen Urlaubsregeln verschlechtern?","antwort":"Teilweise. Nach § 13 Absatz 1 BUrlG darf ein Tarifvertrag abweichen, aber nicht von §§ 1, 2 und 3 Absatz 1 – also nicht vom Anspruch auf bezahlten Urlaub, vom Kreis der geschützten Personen und vom Mindesturlaub. Weitergehende Abweichungen erlauben nur Absatz 2 für Branchen wie das Baugewerbe und Absatz 3 beim Urlaubsjahr für Bahn und Post-Nachfolger."}],"verweise":[{"norm":"§ 1 BUrlG","warum":"Anspruch auf bezahlten Urlaub im Kalenderjahr"},{"norm":"§ 3 BUrlG","warum":"Mindesturlaub von 24 Werktagen"},{"norm":"§ 7 Abs. 2 BUrlG","warum":"Urlaub zusammenhängend gewähren, ein Teil mindestens 12 Werktage"}],"praxis":null,"leicht":"Das Urlaubs-Gesetz hat viele Regeln.\nManche Regeln darf ein Tarif-Vertrag ändern.\nEin Tarif-Vertrag ist ein Vertrag zwischen Gewerkschaft und Arbeit-Gebern.\nZwei Regeln bleiben aber fest.\nSie haben ein Recht auf bezahlten Urlaub.\nSie bekommen mindestens 24 Werk-Tage Urlaub im Jahr.\nIhr Arbeits-Vertrag muss Ihnen mindestens so viel geben wie das Gesetz.\nEs gibt Ausnahmen.\nZum Beispiel für Firmen auf dem Bau."},"pruefung":{"status":"korrigiert","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"14","bezeichnung":"§ 14 BUrlG","titel_amtlich":"Berlin-Klausel","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/14/","original":[{"nr":null,"text":"Dieses Gesetz gilt nach Maßgabe des § 13 Abs. 1 des Dritten Überleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) auch im Land Berlin."}],"erklaerung":{"nr":"14","titel_einfach":"Das Urlaubsgesetz gilt auch in Berlin","kurz":"Nach § 14 BUrlG gilt das Bundesurlaubsgesetz nach Maßgabe des Dritten Überleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 auch im Land Berlin.","relevanz":1,"fuer_wen":["Alle"],"absaetze":[{"nr":null,"einfach":"Das Bundesurlaubsgesetz gilt auch im Land Berlin. Grundlage dafür ist § 13 Absatz 1 des Dritten Überleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952."}],"beispiel":null,"wichtig":[],"begriffe":[{"wort":"Berlin-Klausel","erklaerung":"Eine Vorschrift, die festlegt, dass ein Bundesgesetz auch im Land Berlin gilt. Solche Klauseln stammen aus der Zeit vor der Wiedervereinigung."}],"fragen":[],"verweise":[],"praxis":null,"leicht":null},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"15","bezeichnung":"§ 15 BUrlG","titel_amtlich":"Änderung und Aufhebung von Gesetzen","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/15/","original":[{"nr":"1","text":"Unberührt bleiben die urlaubsrechtlichen Bestimmungen des Arbeitsplatzschutzgesetzes vom 30. März 1957 (Bundesgesetzbl. I S. 293), geändert durch Gesetz vom 22. März 1962 (Bundesgesetzbl. I S. 169), des Neunten Buches Sozialgesetzbuch des Jugendarbeitsschutzgesetzes vom 9. August 1960 (Bundesgesetzbl. I S. 665), geändert durch Gesetz vom 20. Juli 1962 (Bundesgesetzbl. I S. 449), und des Seearbeitsgesetzes vom 20. April 2013 (BGBl. I S. 868), jedoch wird\na) und b) (Änderungsvorschriften)"},{"nr":"2","text":"Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes treten die landesrechtlichen Vorschriften über den Erholungsurlaub außer Kraft. In Kraft bleiben jedoch die landesrechtlichen Bestimmungen über den Urlaub für Opfer des Nationalsozialismus und für solche Arbeitnehmer, die geistig oder körperlich in ihrer Erwerbsfähigkeit behindert sind."}],"erklaerung":{"nr":"15","titel_einfach":"Urlaubsregeln in anderen Gesetzen bleiben bestehen","kurz":"Nach § 15 BUrlG bleiben Urlaubsregeln in anderen Gesetzen bestehen, etwa im SGB IX und im Jugendarbeitsschutzgesetz; die Urlaubsgesetze der Länder traten weitgehend außer Kraft.","relevanz":1,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":"1","einfach":"Die Urlaubsregeln im Arbeitsplatzschutzgesetz, im Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX), im Jugendarbeitsschutzgesetz und im Seearbeitsgesetz gelten neben diesem Gesetz weiter. Die Buchstaben a und b enthielten Änderungen an anderen Gesetzen; ihr Text ist hier nicht abgedruckt."},{"nr":"2","einfach":"Mit diesem Gesetz traten die Vorschriften der Bundesländer über den Erholungsurlaub außer Kraft. Bestehen blieben Landesregeln über Urlaub für Opfer des Nationalsozialismus und für Arbeitnehmer, die geistig oder körperlich in ihrer Erwerbsfähigkeit behindert sind."}],"beispiel":null,"wichtig":[],"begriffe":[{"wort":"unberührt","erklaerung":"Die Regeln gelten unverändert weiter – das Bundesurlaubsgesetz ändert nichts an ihnen."}],"fragen":[],"verweise":[{"norm":"§ 208 SGB IX","warum":"Zusatzurlaub für schwerbehinderte Menschen"},{"norm":"§ 19 JArbSchG","warum":"Urlaub für Jugendliche"}],"praxis":null,"leicht":null},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"15a","bezeichnung":"§ 15a BUrlG","titel_amtlich":"Übergangsvorschrift","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/15a/","original":[{"nr":null,"text":"Befindet sich der Arbeitnehmer von einem Tag nach dem 9. Dezember 1998 bis zum 1. Januar 1999 oder darüber hinaus in einer Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation, sind für diesen Zeitraum die seit dem 1. Januar 1999 geltenden Vorschriften maßgebend, es sei denn, daß diese für den Arbeitnehmer ungünstiger sind."}],"erklaerung":{"nr":"15a","titel_einfach":"Übergangsregel für Kur und Reha zum Jahreswechsel 1998/99","kurz":"§ 15a BUrlG ist eine Übergangsregel: Für Kur- und Reha-Maßnahmen, die um den Jahreswechsel 1998/1999 liefen, galten für diese Zeit die seit 1. Januar 1999 geltenden Vorschriften, wenn sie nicht ungünstiger waren.","relevanz":1,"fuer_wen":["Beschäftigte","Arbeitgeber"],"absaetze":[{"nr":null,"einfach":"Die Regel betrifft Arbeitnehmer, die sich ab einem Tag nach dem 9. Dezember 1998 bis zum 1. Januar 1999 oder länger in einer Kur oder Reha befanden. Für diesen Zeitraum gelten die Vorschriften, die seit dem 1. Januar 1999 gelten – außer sie sind für den Arbeitnehmer ungünstiger."}],"beispiel":null,"wichtig":[],"begriffe":[{"wort":"Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation","erklaerung":"Eine Behandlung wie eine Kur oder Reha, die einer Krankheit vorbeugen oder nach einer Krankheit die Gesundheit wiederherstellen soll."}],"fragen":[],"verweise":[{"norm":"§ 10 BUrlG","warum":"Kur und Reha werden nicht auf den Urlaub angerechnet"}],"praxis":null,"leicht":null},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}},{"nr":"16","bezeichnung":"§ 16 BUrlG","titel_amtlich":"Inkrafttreten","url":"https://gesetze-einfach.de/burlg/16/","original":[{"nr":null,"text":"Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. Januar 1963 in Kraft."}],"erklaerung":{"nr":"16","titel_einfach":"Seit wann das Urlaubsgesetz gilt","kurz":"Nach § 16 BUrlG ist das Bundesurlaubsgesetz mit Wirkung vom 1. Januar 1963 in Kraft getreten.","relevanz":1,"fuer_wen":["Alle"],"absaetze":[{"nr":null,"einfach":"Das Bundesurlaubsgesetz gilt seit dem 1. Januar 1963."}],"beispiel":null,"wichtig":[],"begriffe":[],"fragen":[],"verweise":[],"praxis":null,"leicht":null},"pruefung":{"status":"ok","datum":"2026-10-07"}}]}